 |
"Die Mängel sind so gravierend dass die ausgeführten Leistungen, bis auf die teilweise Wiederverwertung von Dachziegeln (...) wertlos sind." So wurden Ziegel halbiert und mit Kitt verklebt, es wurden Schneefanggitter vergessen, bei den Tritten für den Kaminkehrer bestand Lebensgefahr, weil sie nicht bruchsicher montiert waren, die Unterlüftung des Daches fehlte, die Lattung war falsch und... und... Von Fachregeln des Dachdeckerhandwerks also keine Spur.
Der von den Hausbesitzern eingeschaltete Rechtsanwalt fand heraus, dass der ausführende Betrieb Konkurs angemeldet hatte. Allerdings arbeitet der Betrieb unter gleichem Namen munter weiter. Inhaber ist nun die Ehefrau des ehemaligen Chefs.
Als der Rechtsanwalt den Inhaber der "Firmengruppe", die den Auftrag vermittelt hatte, anschrieb, erhielt er auch prompt Antwort: Dem Rechtsanwalt wurde vom ominösen Inhaber der Firmengruppe gedroht. Den Hausbesitzern blieb nun nichts anderes übrig, als ihr Dach noch einmal von einem seriösen Fachbetrieb der Dachdeckerinnung sanieren zu lassen.
|